«Bei allen meinen Stationen mit der Akademie St.Gallen stand immer der Mensch im Zentrum.»

Dozent Rico Eberle stellt sich vor

Was ist Ihre weitere berufliche Erfahrung neben der Dozententätigkeit?
Ich bin IT-Projektleiter und E-Learning Spezialist bei der Firma frentix GmbH in Zürich. In dieser Funktion bin ich zuständig für die Business Analyse der Integrationsprojekte, Entwicklung von E-Learning Konzepten und die Einführung von Lernmanagement-Systemen.

Was war Ihre grösste berufliche Herausforderung?
Eine sehr beständige grosse Herausforderung in jedem Projekt ist es, als IT-Projektleiter mit der passenden Kommunikation alle Beteiligten abzuholen und gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

Welches Erlebnis aus dem Unterricht werden Sie nicht mehr vergessen?
Ein Studierender hat erfahren, dass er Vater wird – die passenden Getränke für einen spontanen Apéro hatten wir da schnell organisiert.

Welches Thema aus Ihren Lehrgängen finden Sie selbst am spannendsten?
Den Einsatz von modernen Marktforschungsmethoden – Analyse von Big Data und den Einsatz von Data Mining, um den Kunden noch schneller und besser verstehen zu können. Ein Thema, das die Studierenden als Kundinnen und Kunden selber jeden Tag beschäftigt.

Sie sind die einzige Person, welche die Akademie St.Gallen als Student, Mitarbeiter, Partner und Lieferant kennt. Was ist denn Ihre erste Assoziation, wenn Sie an die Akademie denken?
Mit der Akademie St.Gallen assoziiere ich eine ganze Menge – bei allen meinen Stationen mit der Akademie stand aber immer der Mensch im Zentrum. Und bei allen Stationen konnten sich viele tolle Freundschaften entwickeln.

Rico Eberle, IT-Experte und E-Learning Spezialist, Betriebsökonom FH

Helfen Ihnen die Erfahrungen als Student beim Dozieren?
Die Erfahrungen als Student bilden wohl für die meisten Dozierenden die Basis ihrer Tätigkeit: Empathie für die Situation der Studierenden und eigene Erfahrungen weitergeben zu können, sind für mich im Unterricht zentral.

Wie haben Sie es empfunden, am gleichen Ort zu arbeiten, an dem Sie auch Ihre Weiterbildung absolvieren?
Das war eine spannende Erfahrung. Die eigenen Beobachtungen aus dem Unterricht mit anderen Mitarbeitenden aus der Akademie zu reflektieren und mögliche Optimierungen anzustossen – eine Win-Win-Situation.

Braucht es Präsenzunterricht noch oder ist Online-Unterricht der neue Standard?
Und würden Sie aus Studentensicht anders antworten als aus Dozentensicht?
Aus meiner Sicht ergänzen sich die unterschiedlichen Lern- und Lehrformen ungemein gut. Es sind nun neue «Blended Learning»-Konzepte gefragt, welche den Studierenden Flexibilität und einen besseren Lernerfolg ermöglichen. Zugleich sind mit den neuen digitalen Kanälen auch neue Formate möglich – beispielsweise individuelle Online-Coachings für Prüfungsvorbereitungen oder ein kurzes Online-Experten-Interview.

Was hat die Akademie aus Mitarbeitersicht ausgezeichnet?
Die Offenheit für neue und innovative Ideen und die Geschwindigkeit, in der auch neue Themen aufgegriffen und umgesetzt werden können.

Welche Entwicklungen aus dem IT-Bereich verfolgen Sie am gespanntesten?
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in alltäglichen Produkten fasziniert mich und wirft zudem auch immer neue, spannende Fragen auf.

Und was denken Sie, in welche Richtung sich das E-Learning bewegen wird?
E-Learning wird einem immer breiteren Zielpublikum zugänglich und so auch die Demokratisierung von Wissen weiter vorantreiben. Durch die automatisierte Analyse des persönlichen Lernfortschritts wird E-Learning immer individueller und es entsteht quasi das massgeschneiderte E-Learning. In vielen Branchen wird E-Learning auch attraktiver mit Lernsimulationen und virtuellen Welten – ob nun das Training von Polizei und Einsatzkräften oder die korrekte Bedienung und Wartung von Geräten in Spitälern.

Was ist wichtiger: Theorie oder Praxis? Und warum?
Die Theorie liefert wichtige Inputs und Grundlagen für die richtigen Entscheidungen in der Praxis. Von daher: 1 zu 1 unentschieden.

Was bereitet Ihnen bei der Arbeit als Dozent am meisten Freude?
Lebendige Diskussionen im Unterricht und gemeinsam mit den Studierenden an ihren Etappenzielen und auf den Abschluss hinzuarbeiten.

Mac oder PC?
Ganz klar Mac.

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie und warum?
Ein Gepard – hohe Motivation, Schnelligkeit, Agilität und grosses Leistungspotenzial, wenn es darauf ankommt.

Was wollten Sie als Zehnjährige werden?
Pilot

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne einmal Essen gehen?
Mit Marc Randolph (Gründer von Netflix)

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
«The Lean Startup» von Eric Ries

Das sagen Studierende über Rico Eberle:

Er geht immer mit 1’000 Ideen durch den Tag und hat trotzdem immer Zeit für einen guten Kaffee.

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Lernfortschritt mitzuerleben macht sehr viel Spass