Erfolgreich durch Weiterbildung: Vom Hochbauzeichnen ins HR-Management

Daniela Theus absolvierte das Nachdiplomstudium zur «diplomierten Personalleiterin NDS HF» an der Akademie St.Gallen. Im Interview berichtet sie über ihren beruflichen Werdegang und der damit einhergehenden Notwendigkeit, das Nachdiplomstudium zu machen.

Frau Theus, können Sie uns kurz erklären, was Ihr Arbeitgeber, die Bühler AG, macht?
Die Bühler Group entwickelt als Marktführer Technologien und Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmitteln, wie Pasta oder Schokolade bzw. zur Getreideverarbeitung für Mehl und Futtermittel. Aber auch Druckguss-Verfahren und Oberflächenbeschichtungen gehören zu unserem Tätigkeitsfeld. Tagtäglich kommen Menschen mit Technologien von Bühler in Berührung. Die meisten, ohne es zu wissen. International ist die Bühler Group in über 140 Ländern tätig und beschäftigt rund 10’800 Mitarbeitende.

Ein bisschen Bühler steckt also fast überall drin. Wieviel Daniela Theus steckt in der Bühler AG?
Bei meinem Beruf muss man mit Herzblut bei der Sache sein. Darum würde ich sagen, Bühler besteht zwar bei weitem nicht zu 100 Prozent aus Theus, aber es stecken 100 Prozent Theus in Bühler (lacht)! In meiner Position als Head of HR-Manager bin ich für einen Teil des Personalbereichs am Standorts Uzwil zuständig. Seit der Reorganisation vor einem Jahr leite ich neun HR-Manager, die wiederum die Verantwortung für die insgesamt 2´400 Angestellten in der Schweiz tragen. Jeder HR-Manager ist für eine andere Business-Area zuständig.

Mit welcher Art von Herausforderungen sind Sie momentan in Ihrem Beruf konfrontiert?
Wegen besagter Reorganisation besteht momentan eine grosse Herausforderung darin, Prozesse zu vereinheitlichen und aufeinander abzustimmen. Aufgrund der zahlreichen Veränderungen im letzten Jahr, treffen nun viele unterschiedliche Philosophien aufeinander, die in Einklang gebracht werden müssen.

Klingt nach einer schwierigen Aufgabe.
Ja, aber genau solche Herausforderungen finde ich spannend. Wie auch die Tatsache, dass Bühler ein multinationales Unternehmen ist. Dadurch beschränkt sich mein Tätigkeitsfeld nicht nur auf die Schweiz, sondern geht bis über die Landesgrenzen hinaus. Das macht vieles komplexer und anspruchsvoller – und damit auch interessanter.

Ist Ihr Werdegang auch so vielfältig wie die Produktpalette der Bühler AG?
Ja, das ist er tatsächlich. So wie Bühler für sehr viele unterschiedliche Bereiche zuständig ist, habe auch ich schon alle möglichen Tätigkeitsfelder ausprobiert. Angefangen bei einer Lehre als Hochbauzeichnerin über die Arbeit im Reisebüro bis hin zur Lehrtätigkeit im Tourismussektor. In den HR-Bereich bin ich eher zufällig geraten, spürte aber sehr schnell, dass dies meine zukünftige berufliche Ausrichtung sein wird. Aus diesem Grund entschied ich mich auch für eine Weiterbildung im HR-Bereich.

Eine gute Entscheidung? Was meinen Sie im Nachhinein?
Absolut. Für mich war es einfach an der Zeit für einen nächsten Schritt. Dazu kam der Wunsch nach einer Führungsposition. Vor dem Nachdiplomstudium war ich bei einer Sozialversicherungsanstalt als HR-Fachfrau tätig, danach wurde ich direkt als HR-Manager eingestellt und konnte kurz darauf zum Head of HR-Manager aufsteigen. Das Fachwissen aus der Weiterbildung war dabei sehr hilfreich und hat mich auch persönlich weitergebracht: Die vielen Reflexionsberichte und Praxisarbeiten gaben mir viel Sicherheit. Zudem konnte ich mir ein grosses Netzwerk, bestehend aus Personen mit verschiedenen beruflichen Hintergründen, aufbauen.

Sie haben beruflich schon einiges erlebt. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
In der Vergangenheit war es so, dass immer schon das nächste Projekt anstand, sobald mir etwas zu eintönig wurde. Mit meiner gegenwärtigen Position bin ich sehr glücklich. Es ist natürlich auch toll zu wissen, dass es innerhalb der Bühler Group zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt und das Unternehmen seine Mitarbeiter fördert und unterstützt. Momentan habe ich keine konkreten Pläne, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Was würden Sie Interessenten des Nachdiplomstudiums mit auf den Weg geben?
Ich kann das Nachdiplomstudium nur weiterempfehlen. An alle, die sich unsicher sind: Macht es! Ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen. Ein solches Studium kann auf der Karriereleiter sehr hilfreich, wenn nicht sogar ausschlaggebend sein.

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