«Es gibt für alles eine Lösung!»

Wie würdest du einem Achtjährigen deinen Job erklären?
Ich arbeite im Büro einer grossen Schule, zu uns ins Büro kommen Lehrpersonen und Studierende. Sie brauchen oft Hilfe, damit alles rund läuft, zum Beispiel um zu erfahren, in welches Schulzimmer sie müssen und worum es in den Unterrichtsstunden geht – zum Beispiel Rechnen, Schreiben oder Lernen, wie man gut verkaufen kann.

Was machst du als Erstes, wenn du morgens ins Büro kommst?
Zuerst drücke ich den On-Knopf meines PC’s, dann hechte ich sofort zum Knopf der Kaffeemaschine.

Was sind die grössten Anliegen/die meisten Fragen vonseiten der Studierenden?
Am Telefon sind es Fragen wie: Bis wann muss ich mich anmelden, damit ich sicher einen Kursplatz habe? Bin ich für meinen gewünschten Lehrgang zugelassen? Kann ich in Raten bezahlen? Alle haben ihre Noten per Post bekommen nur ich nicht (bin ich eventuell umgezogen? 😊).

Am Empfang erkundigen sich die Studierenden oft, wann die Stundenpläne für das nächste Semester herauskommen, wo sie Schulmaterial beziehen können oder wo sie ein neues Passwort für die Lernplattform erhalten.

Wie kannst du die Dozierenden unterstützen? Was sind ihre grössten Anliegen?
Wir arbeiten eng mit den Dozierenden zusammen, speziell im Bereich Stundenplanung. Sie geben uns an, wann sie verfügbar sind, und wir versuchen, mit diesen Vorgaben möglichst ideale Stundenpläne zu formen. Stundenplanverschiebungen sind auch immer wieder ein Thema. Es gibt halt oft unvorhersehbare Ereignisse, die eine Verschiebung auslösen. Wir geben uns aber Mühe, solche Verschiebungen möglichst zu vermeiden.

Was können die Studenten besser als du?
Ihr Kurzeitgedächtnis in letzter Minute abfüllen und dann eine top Prüfung schreiben.

Susanne Steinert, Administration/Beratung, Akademie St.Gallen

Was kannst du besser als dein Chef?
Mich nicht in Details verlieren.

Welche Weiterbildung könntest du dir aktuell vorstellen zu besuchen? Welche interessieren dich gar nicht?
Den Lehrgang zur Dipl. Digital Business Managerin finde ich sehr spannend und aktuell. An die Weiterbildung zur Sozialversicherungsfachfrau würde ich mich nicht wagen. Ich bewundere aber die Studierenden, die sich für dieses Thema begeistern können.

Bei welcher Ausbildung/Weiterbildung hast du am meisten fürs Leben gelernt?
Meine Lehre als Pferdefachfrau klassisches Reiten war eine Lebensschule. Da war alles dabei: Höhenflüge und dann von einem Pferd in den Dreck geworfen werden. Ich arbeitete sechs Tage pro Woche und bereiste als Groom (Betreuerin von Springpferden) die Welt. Als «mein» Pferd und «mein» Reiter den grossen Preis von New York gewannen, platzte ich fast vor Stolz.

Welche Aufgaben magst du am wenigsten, welche am meisten?
Planungssachen wie Stundenpläne und Prüfungspläne zu erstellen liebe ich. Fleissarbeiten wie Prüfungen bereitstellen finde ich einfach nur anstrengend.

Was hast du während der Pandemie gelernt?
Das zu schätzen, was noch da ist, wenn die Kontakte zu Mitmenschen wegfallen. Plötzlich war da Zeit für vieles, was ich schon lange machen wollte, z.B. ein Steckenpferd für meine Enkelinnen basteln.

Was war dein lustigstes Erlebnis während deiner Zeit an der Akademie?
Das waren vor der Pandemiezeit die Grittibänz-Verteilaktionen. Es macht einen Riesenspass, mit Samichlaus-Mütze und lustigen Sprüchen durch die Klassenzimmer zu gehen.

Welchen Titel hätte der Film, der über dein Leben gedreht würde und wer würde deine Rolle am besten spielen?
Ein Glückspilz auf dem Weg durchs Leben. Mit Sandra Bullock.

Podcast, Playlist, Netflix: Was sind deine liebsten Sendungen?
Netflix fällt weg, ich schaue ganz selten TV. Es ist mir einfach zu langweilig. Meine Spotify-Playlist wechselt dauernd. Gestern stand ich zu Hause auf dem Baugerüst und wusch die Fassade: Da musste es Bruce Springsteen sein. Am Abend passte dann JP Cooper. Manchmal läuft auch einfach das Radio. Podcasts höre ich selten, ich lese lieber. Im Moment Science-Fiction: Mein Raumschiff ist gerade mit 40’000 Menschen im Tiefschlaf unterwegs, um einen neuen Planeten für die Menschheit zu finden.

Welche Smartphone App benutzt du am häufigsten und warum?
WhatsApp, der Familienmanager.

  1. Danke Frau Steinert für Ihren Topeinsatz. Als ich meinen Betriebswirtschafter HF General Management machte, wurde das Lehrmittel stets komplett und termingerecht ausgehändigt und organisatorisch war bei mir 3 Jahre «Perfektion» pur. Diesen Luxus hat man wirklich nicht bei jedem Institut/Unternehmen und ist vor allem keine Selbstverständlichkeit. Toll, hat man in diesem Kurzbeitrag interessante Insights erfahren. Nochmals vielen Dank. Freundliche Grüsse Oliver Weishaupt

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