Es gibt keine dummen Fragen. Wirklich?

Dozent: Herr Max Lüscher-Marty. Institut für Banken und Finanzplanung.

Normalerweise stelle ich die «dummen Fragen» in meinem Unterricht gleich selbst, um alle Unklarheiten von vornherein zu beseitigen. Die Frage nach der Prüfungsrelevanz stellt sich für die Studierenden deshalb in aller Regel nicht. Alles, was ich in meinem Unterricht behandle, ist grundsätzlich prüfungsrelevant. Und doch: Es gibt natürlich Themen, die wichtiger sind als andere. Darauf weise ich meine Studierenden auch explizit hin – und stütze mich dabei auf den Bankenjargon. So gibt es Ratingagenturen, die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Schuldnern errechnen und so deren Bonität ausdrücken. Triple A steht für höchste Bonität, C oder D für eine sehr schlechte. Ich nutze diesen Code für die Einstufung der Prüfungsrelevanz von Themen. Triple M steht für «must-must-must» und heisst: Dieses Thema ist sehr wichtig und damit extrem prüfungsrelevant. Sie sehen, die Finanzwelt steckt mir im Blut. Dabei bin ich nur bedingt ein Theoretiker, sondern stark anwendungsorientiert unterwegs. Meine Prüfungen bestehen zur Hauptsache aus Praxisbeispielen, genauso wie mein Unterricht. Die Fragetypen sind also allen bekannt. Auch bei der Prüfungsbewertung arbeite ich übrigens mit einem Modell aus der Finanzwelt. Dem der Standardabweichung. Liegen die Prüfungsnoten zu eng beieinander, war die Prüfung nicht gut genug konzipiert. Bei einer guten Prüfung liegt die Standardabweichung bei mindestens 0.5 Notenpunkten. Wie? Sie wollen wissen, was Standardabweichung wirklich bedeutet? Keine dumme Frage: Meine Antwort darauf finden Sie hier und im Studium HFW Bankwirtschaft.

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