Kann ich im Marketing Fuss fassen?

Stefanie Thurnherr. Lehrgänge Marketing und Verkauf

Was lernen die Studierenden in den Marketing- und Verkaufslehrgängen?

Im Zentrum stehen die Kundenbedürfnisse – sowohl im Marketing wie auch im Verkauf. Die genauen Lerninhalte sind abhängig von der Ausbildungsstufe und der Fachrichtung oder dem angestrebten Spezialisierungsgrad. In dem einsemestrigen Lehrgang «Online Marketing» stehen verschiedene Themenbereiche wie Performance und Content-Marketing, Social Media, oder auch Suchmaschinenmarketing im Zentrum. Die Teilnehmenden sind nach Abschluss in der Lage, in einem KMU den Bereich «Online Marketing» zu führen. Auf Stufe eidgenössischer Fachausweis, d.h. bei den Marketing- und Verkaufsfachleuten FA, vermitteln wir vertieftes Fachwissen im Bereich Marketing und Verkauf, wobei die Anwendung und Umsetzung in der Praxis im Vordergrund stehen. Noch eine Stufe höher – bei den eidgenössisch diplomierten Verkaufsleitern – kommen zusätzlich zur fachlichen Vertiefung Themen aus den Bereichen Strategie und Führung hinzu.

Es stellt sich somit die Frage der Fachrichtung Marketing oder Verkauf. Welche der Fachrichtungen ist beliebter?

Marketing ist bei vielen Interessenten beliebter. Viele denken an Werbung und Kommunikation oder an coole Events. Beim Verkauf dagegen herrschen die klassischen Vorstellungen eines Jobs im Innen- oder Aussendienst: Klinkenputzen oder Bestellungen verarbeiten. Beides ist falsch. Marketingfachleute müssen konzeptionell arbeiten und die gängigen Marketinginstrumente anwenden können. Verkaufsfachleute hingegen sind das Gesicht einer Unternehmung. Sie müssen überzeugen können und die Verkaufsprozesse, die Verkaufstechnik sowie die Verkaufspsychologie beherrschen.

Verändert die Digitalisierung das Berufsbild?

Meiner Meinung nach schon. Obwohl es auch in einer digitalen Welt immer um das Kundenbedürfnis und die Kommunikation mit dem Kunden geht. Früher war es möglich, mit den klassischen Medien wie Zeitungen und Fernsehsender ein Massenpublikum zu erreichen. In der heutigen Gesellschaft ist die Nutzung von sozialen Netzwerken ein fester Bestandteil unseres Alltags: Wie kann die Zielgruppe mit Werbung erreicht und zum Kaufabschluss motiviert werden? Welche Social Media Kanäle sind für eine Unternehmung sinnvoll und gewinnbringend? Das sind die entscheidenden Fragen. Dank den verschiedenen Möglichkeiten im Online Marketing lassen sich die Kunden besser analysieren als je zuvor. Die Datenbasis hat sich enorm entwickelt und die Kontaktmöglichkeiten zwischen Kunden und Unternehmen haben sich durch das Internet vervielfacht. Damit das gelingt, ist es notwendig, dass Mitarbeitende im Marketing und Verkauf sich in der digitalen Welt auskennen. Zudem bedingt es Trends zu erkennen und deren Bedeutung für die eigene Unternehmung zu verstehen. Andererseits benötigt es auch in Zukunft solides «offline» Handwerk und eine ausgesprochene Handlungs- und Umsetzungskompetenz. In unseren Lehrgängen versuchen wir beiden Aspekten gerecht zu werden.

Was braucht es für einen erfolgreichen Abschluss?

Die wichtigsten Attribute sind wohl die eigene Motivation und der Durchhaltewillen. Auch ein entsprechendes Interesse für Marketing- und Verkaufsthemen ist sicherlich eine Grundvoraussetzung. Wir spornen unsere Teilnehmenden an, sich aktiv in den Unterricht einzubringen. Diskussionen und Praxisbeispiele unterstützen den Lernprozess und fördern die in der eidgenössischen Prüfung erforderliche thematische Vernetzung. Ich beobachte, dass viele Teilnehmende in einem solchen Umfeld erstaunlich schnell lernen, sich zu strukturieren und ihre zeitlichen Ressourcen effizient zu nutzen – ein weiterer Erfolgsfaktor in einer berufsbegleitenden Weiterbildung.

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