Was macht man eigentlich im Immobilienmanagement?

Franco Salina. Leiter Gemeindefachschule und Immobilienmanagement

An wen richten sich die Lehrgänge im Immobilienmanagement?

Mit der Bewirtschaftung von Immobilien kommen viele Menschen in Berührung, sei es als Mieter, als Stockwerkeigentümer, als Eigentümer einer Liegenschaft oder weil sie aus technischen Berufen stammen, in denen beispielsweise der Gebäudeunterhalt in den Fokus rückt. Nicht nur Personen mit einer kaufmännischen oder technischen Grundbildung, sondern auch Angestellte aus Detailhandel, Tourismus oder Gastronomie interessieren sich häufig für das Immobilienmanagement. Gerade sie bringen oftmals nützliche Fähigkeiten mit, beispielsweise eine ausgeprägte Dienstleistungsorientierung oder Verhandlungssicherheit. Die Lehrgänge in Immobilienmanagement sind entsprechend gestuft und bieten neben Einstiegschancen für Berufsanfänger und Quereinsteiger auch attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten über eidgenössische Fachausweise bis hin zum diplomierten Immobilientreuhänder.

Ist eine Weiterbildung in diesem Bereich überhaupt nötig?

Angestellte im Immobilienbereich, die sich lediglich «on the job» weiterzuentwickeln versuchen, riskieren lediglich Weltmeister im Halbwissen zu sein. Mit unseren Lehrgängen bieten wir gut strukturiertes, aktuelles Fachwissen – kurz gesagt: Die Grundlage für Professionalität. Wer in dieser Branche reüssieren will, muss beispielsweise mit schwierigen Situationen umgehen können. Immobilienmanager stehen zwischen Investoren und Mietern. Beide müssen als Kunden gesehen werden. Und Mieter rufen bekanntlich nie an, weil sie so zufrieden sind! Die fundierte Ausbildung bietet die notwendige Mischung aus rechtlicher, fachlicher und persönlicher Kompetenz, die es Absolventen erlaubt, in diesem Spannungsfeld souverän aufzutreten und korrekt zu handeln.

Inwiefern profitieren Arbeitgeber von guten Aus- und Weiterbildungen?

Absolventen bringen einerseits gute rechtliche Grundkenntnisse mit, um jederzeit richtige Auskünfte geben zu können. Natürlich kann man vieles nachschlagen – aber die Qualität der Anwendung im Einzelfall macht den Unterschied fürs Unternehmen. Ein konkretes Beispiel: Unternehmen nutzen heute die gängige Branchensoftware, die Mitarbeiter füttern diese Tools mit Daten und berechnen zum Beispiel eine Mietzinsänderung. Dies ist aber nur ein Teil der Arbeit. Der andere ist: Wie sind die Resultate zu interpretieren? Welche Schlüsse und Folgemassnahmen leiten sich daraus ab? Absolventen unserer Lehrgänge denken mit und behalten auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf.

Welche Voraussetzungen sollten Teilnehmende erfüllen?

In den nebenberuflichen Assistenten- und Sachbearbeiter-Lehrgängen werden Wissen und Erfahrung sukzessive aufgebaut, hier wird ausser Interesse und Motivation kaum etwas vorausgesetzt. In den Lehrgängen für die höheren Abschlüsse sehen wir: Je mehr Praxiserfahrung jemand mitbringt, desto leichter fällt das Studium.

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